Was mein Sohn von Bruce Lee gelernt hat

mikaMein Vater war Lehrer. Er hat immer – wenn auch halb im Spaß – gesagt: Redundanz ist die Mutter der Pädagogik. Seit Sohnemann greifen, sitzen und krabbeln kann, weiß ich recht genau, was er damit gemeint hat.

Meine Frau hatte in einem Spielzeug-Tauschzirkel auf so einen gelben Schulbus ersteigert. Recht schnell hatte Sohnemann kapiert, dass man die Fahrertür öffnen und auch wieder schließen kann. Eine absolute Offenbarung. Dieses Prinzip muss natürlich erstmal verinnerlicht werden. Also übte er: Tür auf, Tür zu. Große Freude. Tür auf, Tür zu. Große Freude. Tür auf, Tür zu. Große Freude. Eine geschlagene Viertelstunde ging das so. Ich bin sicher, Mister Miyagi aus dem Film Karate Kid wäre sehr stolz auf ihn gewesen. Sohnemann hat es zu wahrer Meisterschaft im Türöffnen und -schließen gebracht.

Und auch ich war sehr stolz auf ihn. Während meiner Doktorandenzeit habe ich einige Jahre Jeet Kune Do trainiert, eine von Bruce Lee begründete Kampfkunst. Von ihm stammt auch das Zitat:

Ich fürchte nicht den Mann, der 10.000 Tritte einmal trainiert hat. Ich fürchte den, der einen Tritt 10.000 Mal trainiert hat.

Jetzt, mit etwas über drei Jahren, ist es im Grunde immer noch so. Ich habe in den letzten Wochen geschlagene 25 Mal den Film Cars 2 geguckt, unterbrochen nur durch kurze Intermezzi von Cars 1, sowie Planes 1 & 2. Die Nervtöter bei Disney wissen wirklich, was sie tun. Allerdings sollte ich mich nicht beschweren, denn meine Frau ist da vermutlich mittlerweile im dreistelligen Bereich angelangt. Und wer weiß, wofür es gut ist?

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